(Folge 80, Erstsendung 25.10.1974)
Eine Kommissar-Folge, die am Starnberger See spielt, mit Die Drei Fragezeichen - Erzähler
Peter Pasetti und "Der Alte"-Assistent Michael Ande als Gaststars. Was
will man mehr?
Die junge Ehefrau von Dr. Reger (Pasetti), der
seinen Sohn in einem Internat am Starnberger See besucht, ist beim
Segeln verunglückt - scheinbar. Reger ist zunächst der Einzige, der ein
Verbrechen vermutet. Druckstellen am Fuß der Frau, die von der Umklammerung
durch eine Hand herrühren können, sowie eine unter dem Segel gefundene
Gummiflosse erhärten den Verdacht. War hier ein Taucher am Werk? Als die
Gummiflosse auch noch aus dem Polizeiwagen verschwindet, wird klar,
dass ein Verbrechen vorliegt. Reger Junior, der selber als Täter nicht
in Frage kommt, weil er gemeinsam mit seinem Vater das Geschehen mit
ansah, und seine drei Zimmergenossen hatte ein auffallend gutes
Verhältnis zu Regers Ex-Frau. Hat einer der drei Kameraden die junge
Frau getötet?
Der seriöse Ältere Herr und der wie auch immer
geartete Generationenkonflikt - sie gehören in etlichen
"Kommissar"-Folgen zum Inventar. Pasettis Rolle hat den Vorteil, von
vornherein nach Anlage der Story nicht zum Kreis der Verdächtigen zu
gehören, ist also weniger ambivalent angelegt als in anderen Fällen.
Pasetti spielt die Figur -weniger konservativ als vielmehr vom betonten
Liberalismus der Siebziger geprägt- mit einer Intensität, die sich
hinter der Leistung bekannterer Gastdarsteller der Serie (Curd Jürgens,
Martin Held, usw.) nicht verstecken muss.
Der Schrecken aus der
Tiefe - fast meint man, Reinecker habe sich vom im gleichen Jahr
veröffentlichten Hollywood-Hit "Der Weiße Hai" ("Jaws") inspirieren
lassen.
Dienstag, 25. Februar 2014
Samstag, 30. November 2013
Hunter (Pilotfilm, 1984)
Brian Dennehy hat auch einen Auftritt in der zweiten Folge von "Rizzoli and Isles" (2010).
Montag, 7. Oktober 2013
RTL-Fernsehfilm: Helden
Beginnen wir mit einer wahrhaft dummen Angelegenheit. Der Filmtitel lautet vollständig "Helden - wenn dein Land Dich braucht". Dem Vernehmen nach waren ganze Kinosäle voller Zuschauer durchaus angetan von dem Filmtrailer. Bis der Titel samt Untertitel genannt wurde und sich alle vor Lachen bogen. So etwas darf nicht passieren. Wenn man ein gutes Produkt hat, gibt man ihm nicht einen so haarsträubend dummen Untertitel. Die Verpackung spielt immer auch eine Rolle.
Lauterbachs Schlusszeile und der Sendetermin (3. Oktober) verraten es überdeutlich: Hier hat Roland Emmerichs "Independence Day" (ID4) Pate gestanden.
Ein bunt zusammengewürfeltes Figurenensemble gehört in jeden Katastrophenfilm, aber hier müssen die sehr unterschiedlichen Figuren -wie in "ID4" auch- zusammenstehen, um die globale Zerstörung abzuwenden und mit den Folgen der bisherigen Katastrophen fertig zu werden. Und da haben wir sie nun: angeführt von Bauarbeiter Hannes Jaenicke und Wissenschaftlerin Christiane Paul, die einen Computerhacker suchen müssen, der als Einziger die Mittel besitzt, mit denen ein fehlgeschlagenes Experiment noch aufgehalten werden kann. Hinzu kommen die beiden Brüder auf der Gurkenplantage, Armin Rohde und Ingo Naujocks (ja genau, der Anti-Spießer) als Schalker Fußballfans und Heiner Lauterbach als Bundeskanzler. Nicht zu vergessen Yvonne Catterfeld.
Interessanterweise wurde Lauterbachs Rolle dahingehend kritisiert, dass er in der Rolle wie sein eigenes Denkmal wirke. Also viel zu passiv. Nur: Ein Bundeskanzler ist kein US-Präsident. Er kann nicht schweren Herzens Nuklearschläge anordnen, wie Bill Pullman das in ID4 tut. Und natürlich kommt die (hier potentiell fatale) Anordnung eines Nuklearschlages von der NATO. Tatsächlich bleibt dem Kanzler nur, die Ruhe zu bewahren und den Überblick zu behalten. Und Reden zu halten.
Anders als die amerikanischen Kollegen brauchen die deutschen Helden gelegentlich einen kleinen Anschubser. Aber auch dieser Umstand rechtfertigt den dämlichen Untertitel nicht. Auffällig auch die andere Thematik: Geht es bei ID4 um Aliens (die hier nur spaßeshalber erwähnt werden), ist es in diesem Film die eigene menschliche Hybris, die zur Zerstörung führt.
Gute Effekte (Untergang des Reichstages!) , angemessene Story, gut gespielt (bis auf die merkwürdig überzogen agierende Christine Neubauer). Christiane Paul ist so ziemlich die einzige Darstellerin, der man die Wissenschaftlerin 100% abnimmt. Das mag darin liegen, dass sie auch Ärztin ist.
Die eigentümliche Kritikwelle, die der Film hervorgerufen hat, ist meines Erachtens darauf zurückzuführen, dass der deutsche Durchschnittszuschauer einen solchen Stoff nicht in einem deutschen Kontext zu akzeptieren bereit ist. Es bedarf immer einer gewissen Verfremdung. Vorgeschoben wird die Kritik an wissenschaftlichen Unlogeleien. Die gibt es in amerikanischen Produktionen wie ID4, The Day after Tomorrow oder 2012 jedoch auch zuhauf. Es wäre mir neu, wenn der durchschnittliche RTL-Zuschauer auf einmal Experte für Kernphysik, Dramaturgie und Schauspielkunst sein sollte.
Lauterbachs Schlusszeile und der Sendetermin (3. Oktober) verraten es überdeutlich: Hier hat Roland Emmerichs "Independence Day" (ID4) Pate gestanden.
Ein bunt zusammengewürfeltes Figurenensemble gehört in jeden Katastrophenfilm, aber hier müssen die sehr unterschiedlichen Figuren -wie in "ID4" auch- zusammenstehen, um die globale Zerstörung abzuwenden und mit den Folgen der bisherigen Katastrophen fertig zu werden. Und da haben wir sie nun: angeführt von Bauarbeiter Hannes Jaenicke und Wissenschaftlerin Christiane Paul, die einen Computerhacker suchen müssen, der als Einziger die Mittel besitzt, mit denen ein fehlgeschlagenes Experiment noch aufgehalten werden kann. Hinzu kommen die beiden Brüder auf der Gurkenplantage, Armin Rohde und Ingo Naujocks (ja genau, der Anti-Spießer) als Schalker Fußballfans und Heiner Lauterbach als Bundeskanzler. Nicht zu vergessen Yvonne Catterfeld.
Interessanterweise wurde Lauterbachs Rolle dahingehend kritisiert, dass er in der Rolle wie sein eigenes Denkmal wirke. Also viel zu passiv. Nur: Ein Bundeskanzler ist kein US-Präsident. Er kann nicht schweren Herzens Nuklearschläge anordnen, wie Bill Pullman das in ID4 tut. Und natürlich kommt die (hier potentiell fatale) Anordnung eines Nuklearschlages von der NATO. Tatsächlich bleibt dem Kanzler nur, die Ruhe zu bewahren und den Überblick zu behalten. Und Reden zu halten.
Anders als die amerikanischen Kollegen brauchen die deutschen Helden gelegentlich einen kleinen Anschubser. Aber auch dieser Umstand rechtfertigt den dämlichen Untertitel nicht. Auffällig auch die andere Thematik: Geht es bei ID4 um Aliens (die hier nur spaßeshalber erwähnt werden), ist es in diesem Film die eigene menschliche Hybris, die zur Zerstörung führt.
Gute Effekte (Untergang des Reichstages!) , angemessene Story, gut gespielt (bis auf die merkwürdig überzogen agierende Christine Neubauer). Christiane Paul ist so ziemlich die einzige Darstellerin, der man die Wissenschaftlerin 100% abnimmt. Das mag darin liegen, dass sie auch Ärztin ist.
Die eigentümliche Kritikwelle, die der Film hervorgerufen hat, ist meines Erachtens darauf zurückzuführen, dass der deutsche Durchschnittszuschauer einen solchen Stoff nicht in einem deutschen Kontext zu akzeptieren bereit ist. Es bedarf immer einer gewissen Verfremdung. Vorgeschoben wird die Kritik an wissenschaftlichen Unlogeleien. Die gibt es in amerikanischen Produktionen wie ID4, The Day after Tomorrow oder 2012 jedoch auch zuhauf. Es wäre mir neu, wenn der durchschnittliche RTL-Zuschauer auf einmal Experte für Kernphysik, Dramaturgie und Schauspielkunst sein sollte.
Samstag, 18. Mai 2013
Trivialliteratur
In den Achtzigern machte man es sich einfach. In unserem Schulbuch der achten Klasse fand sich unter dem Oberthema Kriminalroman auch ein Einheit über Jerry Cotton, im Buch der neunten Klasse fand sich eine solche über Perry Rhodan. Letztere gleich hinter einem Ausschnitt aus einem Jules Verne Roman, einem Kapitel aus Brave New World und Hermann Kasacks kongenialer Kurzgeschichte "Mechanischer Doppelgänger". Letztere habe ich mit großem Vergnügen neulich mal wieder im Rahmen der Vorbereitung auf Realschulabschlussprüfungen behandelt. Dem Schüler drückte ich jeweils den Band "Abschluss 2013" in die Hand, während ich selber -vor Verwirrungen durch die altertümliche Rechtschreibung gefeit- auf das alte Schulbuch von Anno 1980 zurückgriff.
Trivialliteratur war etwas, was man nicht ignorieren durfte (die Verkaufszahlen von Heftromanen dürften sehr viel höher gelegen haben als heute), etwas, vor dem man vielmehr warnen musste. So dachte man. Dass die damaligen Schulbuchredakteure sich als "Quelle" an die Hetzkampagnen der linken Presse hielten, sogar deren Artikel in ihren Schulbüchern verwendeten und jegliche ernsthafte -und faire- Auseinandersetzung mit der Materie im Keim zu ersticken suchten - geschenkt. Einige hundert Jerry Cottons und Perry Rhodans von sehr vielen verschiedenen Autoren konnte man mal eben mit ein paar Platitüden und ein paar haltlosen ideologischen Vorwürfen abtun. Man machte sich ironischerweise selbst jener Oberflächlichkeit und unreflektierenden Vorgehensweise schuldig, die man den Autoren gerne vorwerfen wollte.
Trivialliteratur gibt dem Leser das, was er lesen möchte, sie bietet ihm eine Fluchtwelt an. Heute wird darin eigentlich nichts Negatives mehr gesehen. Man spricht von Reinigung, von Befreiung, von Stressabbau. Und eigentlich sähe man es lieber, wenn der Konsument dies wie in den alten Zeiten mit Literatur bewrkstelligte anstatt mit Fernsehen und Computerspielen.
Hat nun aber die Trivialliteratur etwas im Unterricht zu suchen? Man könnte jetzt denken, dass ich nur zu gerne ja sage. Damit ich über Perry Rhodan, über Jerry Cotton, über die Drei ??? dozieren kann, die ja meine Steckenpferde sind. Weit gefehlt! Ich bin sicherlich nicht unterwegs, um vor diesen Dingen zu warnen wie in den Achtzigern, aber zweifellos auch nicht, um Werbung dafür zu machen! (Bei den Heftchenromanen würde ein solches Unterfangen auch nur bedingt erfolgversprechend sein, deren Leserschaft rekrutiert sich mehr aus Leuten über vierzig.)
Wenn der Jugendliche heute Perry Rhodan liest, so ist das sehr gut, das ist gute Unterhaltung, die auch Anforderungen stellt. Tut er's aber nicht, so wird man ihn nicht erstmal zu Perry Rhodan bekehren, sondern ihn gleich auf die Vorteile anspruchsvollerer Lektüre hinweisen. Und ein derart wichtiger Teil der Kultur sind diese Heftchen dann nun auch wieder nicht, dass sie neben Goethe und Kafka eine eigene Unterrichtseinheit bräuchten. Es gibt nun einmal genug anspruchsvolle Literatur.
Sollte man schwächere Produkte wie etwa die Twilight Saga im Unterricht ansprechen? Um deren Schwächen transparent zu machen? Auch eher nicht. Auf ausdrücklichen Schülerwunsch vielleicht.
Also: Trivialliteratur lesen ist (fast) immer gut, besser als Fernsehen oder Daddeln, anspruchsvolle Literatur Lesen ist (fast) immer besser, im Unterricht braucht man Trivialliteratur eigentlich nicht.
Übrigens: Bei den Drei ??? sieht das mit der Werbung (im Alterssegment 4.-6. Klasse) durchaus anders aus. Die DDF Bücher sind gute Jugendbücher und können stilistisch meistens mit der problembeleuchtenden Jugendliteratur mithalten. Wenn ich sie einsetze, kommt das zwangsläufig einer Empfehlung gleich.
Zweites Übrigens: Für VHS-Kurse habe ich für alle genannten Themen Konzepte buchstäblich in der Schublade.
Trivialliteratur war etwas, was man nicht ignorieren durfte (die Verkaufszahlen von Heftromanen dürften sehr viel höher gelegen haben als heute), etwas, vor dem man vielmehr warnen musste. So dachte man. Dass die damaligen Schulbuchredakteure sich als "Quelle" an die Hetzkampagnen der linken Presse hielten, sogar deren Artikel in ihren Schulbüchern verwendeten und jegliche ernsthafte -und faire- Auseinandersetzung mit der Materie im Keim zu ersticken suchten - geschenkt. Einige hundert Jerry Cottons und Perry Rhodans von sehr vielen verschiedenen Autoren konnte man mal eben mit ein paar Platitüden und ein paar haltlosen ideologischen Vorwürfen abtun. Man machte sich ironischerweise selbst jener Oberflächlichkeit und unreflektierenden Vorgehensweise schuldig, die man den Autoren gerne vorwerfen wollte.
Trivialliteratur gibt dem Leser das, was er lesen möchte, sie bietet ihm eine Fluchtwelt an. Heute wird darin eigentlich nichts Negatives mehr gesehen. Man spricht von Reinigung, von Befreiung, von Stressabbau. Und eigentlich sähe man es lieber, wenn der Konsument dies wie in den alten Zeiten mit Literatur bewrkstelligte anstatt mit Fernsehen und Computerspielen.
Hat nun aber die Trivialliteratur etwas im Unterricht zu suchen? Man könnte jetzt denken, dass ich nur zu gerne ja sage. Damit ich über Perry Rhodan, über Jerry Cotton, über die Drei ??? dozieren kann, die ja meine Steckenpferde sind. Weit gefehlt! Ich bin sicherlich nicht unterwegs, um vor diesen Dingen zu warnen wie in den Achtzigern, aber zweifellos auch nicht, um Werbung dafür zu machen! (Bei den Heftchenromanen würde ein solches Unterfangen auch nur bedingt erfolgversprechend sein, deren Leserschaft rekrutiert sich mehr aus Leuten über vierzig.)
Wenn der Jugendliche heute Perry Rhodan liest, so ist das sehr gut, das ist gute Unterhaltung, die auch Anforderungen stellt. Tut er's aber nicht, so wird man ihn nicht erstmal zu Perry Rhodan bekehren, sondern ihn gleich auf die Vorteile anspruchsvollerer Lektüre hinweisen. Und ein derart wichtiger Teil der Kultur sind diese Heftchen dann nun auch wieder nicht, dass sie neben Goethe und Kafka eine eigene Unterrichtseinheit bräuchten. Es gibt nun einmal genug anspruchsvolle Literatur.
Sollte man schwächere Produkte wie etwa die Twilight Saga im Unterricht ansprechen? Um deren Schwächen transparent zu machen? Auch eher nicht. Auf ausdrücklichen Schülerwunsch vielleicht.
Also: Trivialliteratur lesen ist (fast) immer gut, besser als Fernsehen oder Daddeln, anspruchsvolle Literatur Lesen ist (fast) immer besser, im Unterricht braucht man Trivialliteratur eigentlich nicht.
Übrigens: Bei den Drei ??? sieht das mit der Werbung (im Alterssegment 4.-6. Klasse) durchaus anders aus. Die DDF Bücher sind gute Jugendbücher und können stilistisch meistens mit der problembeleuchtenden Jugendliteratur mithalten. Wenn ich sie einsetze, kommt das zwangsläufig einer Empfehlung gleich.
Zweites Übrigens: Für VHS-Kurse habe ich für alle genannten Themen Konzepte buchstäblich in der Schublade.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Eigenes Lehrbuch
Anfang April habe ich die Idee entwickelt, ein eigenes Englisch-Lehrbuch zu konzipieren, veröffentlicht als e-book. Es ist klar, dass ich innerhalb von einigen Wochen ein komplettes Skript vorlegen könnte. Man muss ja immer Klausuren und Aufgaben konzipieren, das ist ja diese Art von Arbeit. Aber darum geht es nicht! Das hier dauert länger. Offensichtlich werden mir hier und da größere Fähigkeiten hinsichtlich des Erklärens zugesprochen. Also ist die logische Konsequenz, dass ich meine Erklärungen in ein eigenes Lehrbuch packe. Eine runde Sache, hieb- und stichfest, gedacht als Wiederholungsbuch zum Ende der Mittelstufe, aber eben auch für die Erwachsenenbildung geeignet. Mit selbst geschriebenen Geschichten und allem Drum und Dran. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meinen Schülern könnte ich das Werk gratis zukommen lassen und damit arbeiten.
Weitere inhaltliche Ideen (und derer sind sehr viele) behalte ich wohlweislich für mich. :-)
Montag, 26. November 2012
Die drei ??? und die Pokerhölle (Hsp. 143)
Klappentext:
"Als
Justus, Peter und Bob einem jungen Mann helfen wollen, dem in einer
Postfiliale Geld gestohlen wurde, geraten sie in die gefährliche
Unterwelt von China Town. Zufällig kommen sie einer illegalen
Pokerspielhölle auf die Spur. Dabei müssen die drei erfolgreichen
Detektive aus Rocky Beach die Erfahrung machen, dass die Beteiligten
sehr unangenehm werden, wenn man ihnen in die Karten sieht! Und dann
geschieht, was nie hätte geschehen dürfen..."
Mein Kommentar:
Die Vorlage ist ein echter Sonnleitner. Routiniert spult der Autor seine Geschichte ab und setzt dabei wie immer auf ein gehöriges Stück Gutgläubigkeit der jugendlichen Zielgruppe. Der junge Richie Hanson soll das Vermächtnis seines Onkels erhalten. Der bereits verblichene Oheim schickt Richie -und mit ihm die drei ???, die nach einer zufälligen Begegnung in den Fall hineingeraten- auf eine Schnitzeljagd. Der wahre Sinn dieser Aktion bleibt erfreulicherweise lange Zeit im Dunkeln, die Rätsel sind etwas dürftig konstruiert, der Schlußgag ist allerdings sehr gelungen. Dass es die drei diesmal gleich mit dem Betreiber einer illegalen Spielhölle zu tun bekommen, ist etwas dick aufgetragen. Solche Leute sind gewöhnlich extrem gefährlich, und der gute Jacki Jin wirkt einfach -der Kindergeschichtendramaturgie geschuldet- nicht bedrohlich genug. Hervorragend ist Justus' rotzfrecher Auftritt als versierter Pokerspieler. Oliver Rohrbeck zeigt hier wieder all sein Können: immerhin gibt er als Erwachsener einen Halbwüchsigen, der sich betont erwachsen zu benehmen versucht. Das "ferngelenkte" Pokerspiel strapaziert die Glaubwürdigkeit. Vielleicht wäre es besser gewesen, dem Alleskönner Justus diesbezüglich eigene Fähigkeiten anzudichten.
Mein Kommentar:
Die Vorlage ist ein echter Sonnleitner. Routiniert spult der Autor seine Geschichte ab und setzt dabei wie immer auf ein gehöriges Stück Gutgläubigkeit der jugendlichen Zielgruppe. Der junge Richie Hanson soll das Vermächtnis seines Onkels erhalten. Der bereits verblichene Oheim schickt Richie -und mit ihm die drei ???, die nach einer zufälligen Begegnung in den Fall hineingeraten- auf eine Schnitzeljagd. Der wahre Sinn dieser Aktion bleibt erfreulicherweise lange Zeit im Dunkeln, die Rätsel sind etwas dürftig konstruiert, der Schlußgag ist allerdings sehr gelungen. Dass es die drei diesmal gleich mit dem Betreiber einer illegalen Spielhölle zu tun bekommen, ist etwas dick aufgetragen. Solche Leute sind gewöhnlich extrem gefährlich, und der gute Jacki Jin wirkt einfach -der Kindergeschichtendramaturgie geschuldet- nicht bedrohlich genug. Hervorragend ist Justus' rotzfrecher Auftritt als versierter Pokerspieler. Oliver Rohrbeck zeigt hier wieder all sein Können: immerhin gibt er als Erwachsener einen Halbwüchsigen, der sich betont erwachsen zu benehmen versucht. Das "ferngelenkte" Pokerspiel strapaziert die Glaubwürdigkeit. Vielleicht wäre es besser gewesen, dem Alleskönner Justus diesbezüglich eigene Fähigkeiten anzudichten.
Fazit:
Trotz kleiner Unlogeleien sehr unterhaltsam.
*sing* Goodbye, Ruby Tuesday...
*sing* Goodbye, Ruby Tuesday...
Montag, 23. Juli 2012
The Amazing Spider-Man (2012)
Zunächst einmal: Ich mag Sam Raimis Spider-Man Filme aus den 2000er Jahren. Alle drei wurden zeitnah im Kino genossen (Nummer eins damals gleich abermals im O-Ton), haben einen Ehrenplatz im DVD-Regal und werden gelegentlich angesehen (natürlich im O-Ton). Der neue Film ist anders. Aber auch sehr gut.
Bei Spider-Man Comics (ich las einige gegen Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger) fallen mir zuerst zwei Details ein: zunächst die ewige neurotische Schuldgefühl-Weinerlichkeit und dann die frechen coolen Sprüche. Weinerlichkeit und Schuldgefühle werden in der Trilogie einigermaßen hochgespielt, der Protagonist darf davon sogar als Ich-Erzähler aus dem Off erzählen.
Man kann sagen, dass diesmal mehr das Element der frechen coolen Sprüche zu seinem Recht kommt. Das ist der Tatsache geschuldet, dass das High School Dasein des Protagonisten mehr betont wird.Der Held hat mehr jugendliche Leichtigkeit.
Diesmal gibt es keinen Erzähler. Gefühlsdinge müssen aus der Handlung geschlossen werden. Und es gibt einen anderen Darsteller. War Tobey McGuire sehr emotional und in dieser Rolle irgendwie ein Weichei, kommt Andrew Garfield einfach cool daher. Sein Peter Parker ist ein Nerd, weil das so sein muss, aber dieser Nerd ist selbst dann noch cool, wenn er gerade von Flash Thompson verdroschen wird. Die Revanche in der Basketball-Szene ist vielleicht etwas dick aufgetragen, aber wirkungsvoll.
An der Origin-Story hat man ein wenig gewerkelt, so ist Peters (mutmaßlich!) verstorbener Vater mit seinen Forschungen darin verwickelt. Aus dem reichen Inventar an Superschurken kommt diesmal Dr Curt Connors alias Die Echse zum Zuge. Den Uncle Ben (welchen sein unvermeidliches Schicksal ereilt) gibt Martin Sheen (der Vater von Charlie) als eher lustigen Gesellen, die Tante May wird von Sally Field gespielt. Emma Stone, noch gut in Erinnerung aus "Einfach zu hAben" ("Easy A"), gibt die Gwen Stacy. Kein schreiendes "Rette mich"-Girl im Stil alter Bond-Filme, sondern eine sehr starke und eigenständige Figur.
Hinsichtlich eines höheren Realismus, soweit die Superhelden-Sache einen solchen zulässt, hat man sich offenbar ein wenig an den neuen Batman Filmen orientiert. So sind die Spinnenfäden diesmal Hightech (wie schon in den Comics). Auch die vielen Kräne, beim Showdown von solidarischen New Yorker Kranführern aufgeboten, stellen ein realistisches Element dar.
Die Drei-D Technik wird effektiv, aber nicht aufdringlich eingesetzt. Der Sounndtrack ist großartig, ich habe ihn gleich auf CD erworben.
Läuft der Film quasi wie ein Teenie-Film über einen Superhelden ab, wartet er im Showdown und im Epilog mit der üblichen Schwere auf: Verantwortung und große Aufgaben warten. Fortsetzung folgt. Hofffentlich bald!
Bei Spider-Man Comics (ich las einige gegen Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger) fallen mir zuerst zwei Details ein: zunächst die ewige neurotische Schuldgefühl-Weinerlichkeit und dann die frechen coolen Sprüche. Weinerlichkeit und Schuldgefühle werden in der Trilogie einigermaßen hochgespielt, der Protagonist darf davon sogar als Ich-Erzähler aus dem Off erzählen.
Man kann sagen, dass diesmal mehr das Element der frechen coolen Sprüche zu seinem Recht kommt. Das ist der Tatsache geschuldet, dass das High School Dasein des Protagonisten mehr betont wird.Der Held hat mehr jugendliche Leichtigkeit.
Diesmal gibt es keinen Erzähler. Gefühlsdinge müssen aus der Handlung geschlossen werden. Und es gibt einen anderen Darsteller. War Tobey McGuire sehr emotional und in dieser Rolle irgendwie ein Weichei, kommt Andrew Garfield einfach cool daher. Sein Peter Parker ist ein Nerd, weil das so sein muss, aber dieser Nerd ist selbst dann noch cool, wenn er gerade von Flash Thompson verdroschen wird. Die Revanche in der Basketball-Szene ist vielleicht etwas dick aufgetragen, aber wirkungsvoll.
An der Origin-Story hat man ein wenig gewerkelt, so ist Peters (mutmaßlich!) verstorbener Vater mit seinen Forschungen darin verwickelt. Aus dem reichen Inventar an Superschurken kommt diesmal Dr Curt Connors alias Die Echse zum Zuge. Den Uncle Ben (welchen sein unvermeidliches Schicksal ereilt) gibt Martin Sheen (der Vater von Charlie) als eher lustigen Gesellen, die Tante May wird von Sally Field gespielt. Emma Stone, noch gut in Erinnerung aus "Einfach zu hAben" ("Easy A"), gibt die Gwen Stacy. Kein schreiendes "Rette mich"-Girl im Stil alter Bond-Filme, sondern eine sehr starke und eigenständige Figur.
Hinsichtlich eines höheren Realismus, soweit die Superhelden-Sache einen solchen zulässt, hat man sich offenbar ein wenig an den neuen Batman Filmen orientiert. So sind die Spinnenfäden diesmal Hightech (wie schon in den Comics). Auch die vielen Kräne, beim Showdown von solidarischen New Yorker Kranführern aufgeboten, stellen ein realistisches Element dar.
Die Drei-D Technik wird effektiv, aber nicht aufdringlich eingesetzt. Der Sounndtrack ist großartig, ich habe ihn gleich auf CD erworben.
Läuft der Film quasi wie ein Teenie-Film über einen Superhelden ab, wartet er im Showdown und im Epilog mit der üblichen Schwere auf: Verantwortung und große Aufgaben warten. Fortsetzung folgt. Hofffentlich bald!
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