Dienstag, 28. Juli 2015

Perry Rhodan 211: Geheimwaffe Horror

Titelbild und Untertitel des Romans zeigen es bereits überdeutlich, so dass es später, wenngleich sorgfältig vorbereitet, nur für die Protagonisten zur schockierenden Überraschung wird, nicht aber für die Leser: Es geht, mit Swift gesprochen, in das Land Liliput. ("Ihre Umwelt und sie selbst werden ums Tausendfache verkleinert - es ist das Werk des Potenzialverdichters") Das Titelbild geht, wie von Bruck gewohnt, etwas großzügig mit den Dimensionen um.
Die CREST II befindet sich im Leerraum zwischen den Galaxien im Horror-System, wo man dem Inneren der künstlichen Hohlwelt Horror glücklich entkommen ist und nun auf Nachschub in Form des Experimentalschiffes ANDROTEST II wartet.
Hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise kommt es zu einem durchaus ernsthaften Zerwürfnis zwischen Perry Rhodan und Atlan, da der Terraner in gewohnter Weise die Erkundung der Oberfläche Horrors anstrebt, während Atlan zur Vorsicht mahnt. ("Unsere Blicke trafen sich. Zwischen mir und dem hageren Terraner war es zum ersten Mal seit unserer Bekanntschaft [sic!] zu einer ernsthaften Verstimmung gekommen.")
Während die CREST II Kurs auf Horror nimmt, begeben sich Atlan, der Haluter Icho Tolot und Sergeant Miko Shenon an Bord einer Space-Jet.
Es kommt, wie es kommen muss: das Flottenflagschiff geht in die Verkleinerungsfalle. Das Mysterium der "veränderten" Oberfläche Horrors, die Erkundungen der Terraner und die Konfrontation mit den drei normalgroß gebliebenen zur Rettung eilenden Nachzüglern werden ansprechend geschildert, Höhepunkt ist der Transport der CREST II auf den Schultern Icho Tolots. Negativ ins Gewicht fallen, wie immer bei Scheer, die Terraner-Lobhudeleien Atlans am Anfang des Romans. Diese sind um so ärgerlicher, da Atlan eine andere Position vertritt und seine angemahnte Vorsicht sich später als der potentiell korrekte Weg herausstellt.

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